Die Rabenbrüder

Die Rabenbrüder

„Musik aus alter Zeit im neuen Sound“ – dieser Spannungsbogen steckt den musikalischen Rahmen des Konzertprogramms der „Rabenbrüder“ ab. Dabei trifft traditionelle, aus dem Mittelalter überlieferte Spielmannskunst, auf moderne Folk- und Rockelemente. Historische Instrumente präsentieren sich in populären Klangbildern mit eingängigen und tanzbaren Rhythmen, verstärkt durch ein hochwertiges Audiosystem. Dabei entstehen Stücke voller Magie und Mystik, aber auch voller Humor und Lebensfreude – weitab vom allgegenwärtigen Einheitsgedudel. Weltmusik im besten Wortsinn! Markenzeichen der „Rabenbrüder“ sind dabei nicht nur  der mehrstimmige Satzgesang, sondern auch eine Vielzahl von eigenen Kompositionen und Texten.

Seit 2007 musizieren Ralf der Rabe, Wilhelm von Jitterbog, Jacques le Loup und Ekkehard der Barde als „Die Rabenbrüder“ zusammen und sind mit ihrer Musik mittlerweile deutschlandweit unterwegs. Bis zum November 2011 spielten die 4 Spielleute mit der letzten Scheibe „Verspielt, Verliebet und Vertrunken schon drei Cd`s ein. Seit November 2010 sind „die Rabenbrüder“, nach dem Weggang von „Wilhelm“ nur noch mit  drei Musikern auf Tour.
www.die-rabenbrueder.de

Ralf der Rabe

Ralf der Rabe

Er ist nicht mehr ganz jung, aber lang nicht alt.
Sein Haar ist grau, aber unheimlich üppig.
Hört gern zu, aber hört auch nicht auf zu reden.

Singt gern, aber nicht sehr gut (eben wie ein Rabe),
drum geht er zum Unterricht.
Alleinunterhaltung ist sein Ding,
aber allein ist er nicht gern.
Hat nicht viel Zeit für seine drei Kinder,
ist aber kein Rabenvater.
Er ist nicht der Musiker,
aber die Leute mögen Ihn so - er weiß,
wann er aufhören soll.

Er ist nicht irre,
mag aber das Verrückte
und versucht das Unmögliche.....

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10. Rabensteiner Herbst: In eigener Sache

Als mich im Frühjahr 2004 der Burgherr der Burg Rabenstein Fritz Lintow fragte, ob ich nicht Lust hätte ein weiteres kleines Mittelalterfest (das von „Neuland“ organisierte Osterspektakel gab es da schon einige Jahre) im Herbst desselben Jahres zu veranstalten, konnte ich noch nicht ansatzweise erahnen, dass sich dieses Fest zu einem festen Bestandteil der Veranstaltungen im Fläming und in der Mittelalterszene  entwickeln würde.

 Vor dieser Zeit fanden hier einige Jahre die sogenannten „Herbst-Nächte“ statt. Ein Musik-und Gothic- Event, welches sich nicht weiter fortsetzte.

Im ersten Jahr hatte ich die Burg nur zur Hälfte des Geländes mit mittelalterlichen Ständen befüllt. Das Künstleraufgebot war schon recht ansprechend den mit Spielleuten „Scherbelhaufen“ und Gaukler „Wimsal der Narr“.[nbsp] Das Ergebnis war für das erste Mal ausgeglichen,  das Wetter bescherte uns nur einen Tag Regen. Im  darauf folgenden Jahr gab es dann schon einen gewaltigen Durchbruch mit Sonnenschein und gut besuchtem Burggelände.  In den folgenden  Jahren wurde mein Durchhaltevermögen auf eine harte Probe gestellt. Jeder Festtermin hielt mindestens einen unangenehmen Regentag bereit.  Trotz dieser Witterungsunbilden hatten Künstler und Besucher großen Spaß.

 Die Liste der Spielleute und Gaukler ist lang, stellvertretend seien hier einige genannt: „Pampatut“, „Kelvin Kalvus“, „ Scharlatan“, „ Fabula“, „ Der Lautnhals“, „Arne Feuerschlund“, „Kris Fleapit“, „Pestilenzia“, „Hummlerus“, “Sandsacks“ und natürlich ab 2007 „Die Rabenbrüder“.

Ich legte immer wieder großen Wert auf eine von Jahr zu Jahr wechselnde Künstlerbesetzung. Auch bei den Ständen mischte ich immer wieder neue Gewerke mit hinein. Großen Anklang fand bei dem Fest die immer samstags separat stattfindende  "Gala der Spielleute und Gaukler"[nbsp] im Rittersaal der Burg Rabenstein. Diese Veranstaltung war regelmäßig ausverkauft.

Im Laufe der Jahre gab es noch weitere interessante Markteinlagen, wie beispielsweise der Überraschungsheuhaufen, welcher sich besonders bei den Kindern großer Beliebtheit erfreute. Oder die skurrile historische Hundestaffel, die auf mittelalterliche Art und Weise darstellte, wie ein Dieb mit Hilfe der Hunde entlarvt wird. Auch der Frettchenzirkus war und ist wieder aktuell beim Rabensteiner Herbst vorort .

Großen Anklang fand 2011 ein  als Festhöhepunkt deklariertes Freiluft- Theaterstück um die damaligen Burgherren derer von Oppen  und die Raubritter von Quitzow. Hier hatte Ekkehard der Barde von uns Rabenbrüdern eine amüsante Spukgeschichte geschrieben, in der auch die Sagengestalten der Burg Rabenstein  „Jungfrau Rosemarie“ und die legendären Waldkobolde amüsant in Szene gesetzt wurden.

Das besondere an diesem Stück war, dass das halbe Dorf Raben dafür als Schauspieler und Statisten mit eingebunden werden konnte. Hier kam wahre Spielfreude zur Geltung und fand großen Anklang bei den zahlreichen Besuchern.
Wir schreiben das Jahr 2010, als pünktlich mit Marktbeginn am Samstag  Petrus alle Schleusen öffnete und den kompletten Markt in einen See verwandelte und es bis Montag durchregnete.

Das Erstaunliche daran war, dass tatsächlich noch ca. 1000 Besucher durchs Burgtor schritten und somit durch das Eintrittsgeld das Fest retteten und es nicht zum völligen Bankrott werden ließen.

Mittlerweile hält sich nun auch das Wetter an die Abmachung das Fest freundlich zu stimmen und man freut sich auf das 10-jährige Jubiläum.

Leider ist es nicht möglich alle in Erscheinung getretenen Akteure nochmals auftreten zu lassen, aber mit „Pampatut“,  "Kelvin Kalvus", "Arne Feuerschlund" und den "Rabenbrüdern" laden alte Bekannte zu allerhand Kurzweyl ein. Abgerundet wird das Ensemble durch die Spielleute "Rabengesang", den Frettchenzirkus und zwei Ritterlager.

Nun ist so ein regelmäßiges Risikofest für einen Spielmann durchaus  nicht erstrebenswert, da er sich eben als „Einzelkämpfer“ in finanzielle Gefahr begibt und es auch von den eigentlichen Dingen, die ein Künstler so vollbringt ablenkt. Deshalb sei hier einmal ein realer Blick auf die Situation des Veranstalters gestattet, um als Außenstehender gewisse Zusammenhänge besser verstehen zu können.

So kann man sehr gespannt sein auf das nun folgende Jubiläum und was sich danach noch daraus entwickelt.

Dirk Künne

Musikinstrumentenausstellung

Burg Rabenstein
Ralf der Rabe, im Fläming bekannt als mittelalterlicher Entertainer, Musikant und Organisator diverser Kulturveranstaltungen, wird am Sonntag, dem 26. August, ab 11.00 Uhr auf der Burg Rabenstein im Fläming einmal seine Musikinstrumente zur Schau stellen. Seit über 40 Jahren ziehen ihn Musik machende Dinge in den Bann, egal ob Sie hochwertig alt oder neu sind, interessant müssen sie für ihn sein. So hat sich über die Jahre doch so einiges angehäuft, was er nun aus einer Laune heraus in der Öffentlichkeit präsentieren möchte. Da gibt es einige Saiteninstrumente, wie eine indische Sitar oder eine aus Kürbisschalen gemachte philippinische Okulele, zahlreiche Flöten und Pfeifen, darunter auch sein allererstes Lerninstrument, nicht zuletzt eine bunte Mundharmonika-Sammlung, von der einige Exemplare noch aus der Sammlung seines Großvaters stammen, Maultrommeln und vieles mehr. Nicht für alle Instrumente erhebt Ralf der Rabe den Anspruch, sie spielen zu können, aber zu einigen gibt es interessante Geschichten und Vorführungen vom Raben selbst zu hören.
Damit die Ausstellung gut abgerundet wird, hat sich Ralf der Rabe noch den Instrumentenbauer Jörg Dahms aus dem benachbarten Wittenberg eingeladen. Dieser wird historische Drehleiern, Lauten und noch andere interessante Stücke zur Schau stellen und mit fachlicher Kompetenz dem Publikum Rede und Antwort stehen.
Sicher wird auch mal dieses und jenes Instrument erklingen und vielleicht auch dem einen oder anderen Interessenten die Möglichkeit gegeben, ausgewählte Instrumente käuflich zu erwerben.
Also  wiedermal ein guter Grund, die Burg zu besuchen.